Der aktuelle Markt für M&A im Mittelstand

Die Entscheidung, Ihr Unternehmen zu verkaufen, ist für viele Unternehmer der wichtigste Schritt im Leben. Es geht nicht nur um eine Transaktion, sondern um die Zukunft Ihres Lebenswerks. Der Markt für M&A im Mittelstand ist dynamischer und komplexer denn je. Drei zentrale Treiber prägen das aktuelle Geschehen:

  • Die demografische Nachfolgewelle: Eine ganze Generation von Babyboomer-Unternehmern erreicht das Rentenalter. Bis 2026 stehen laut dem Nachfolge-Monitoring der KfW-Bank rund 560.000 Unternehmensübergaben an. Dieser massive Anstieg an verkaufsbereiten Firmen trifft auf einen kapitalstarken und diversifizierten Käufermarkt.

  • Digitalisierung als Wettbewerbsfaktor: Ein hoher Digitalisierungsgrad ist heute kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit und Bewertung Ihres Unternehmens. Investoren suchen gezielt nach Unternehmen mit modernen IT-Infrastrukturen und datengestützten Prozessen.

  • Nachhaltigkeit (ESG) im Fokus: Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) sind zu einem zentralen Element bei Investitionsentscheidungen geworden. Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften und eine klare ESG-Strategie vorweisen, erzielen höhere Bewertungen und ziehen ein breiteres Spektrum an Käufern an.

Wer kauft ein mittelständisches Unternehmen? Die vier Käufertypen im Detail

Um den richtigen Partner für den Verkauf Ihres mittelständischen Unternehmens zu finden, ist es entscheidend, die Motivationen der potenziellen Käufer zu verstehen.

1. Strategische Investoren – Die Branchen-Spezialisten

Strategen sind oft Wettbewerber oder Unternehmen aus verwandten Branchen. Ihr Hauptinteresse liegt darin, Synergien zu nutzen und ihre Marktposition zu stärken.

  • Ziele: Markteintritt, Erweiterung des Produktportfolios, Zugang zu Know-how und Technologien, Realisierung von Kosten- und Umsatzsynergien.

  • Was sie suchen: Unternehmen, die ihr eigenes Geschäft perfekt ergänzen und klare Synergiepotenziale bieten.

2. Private Equity (PE) Firmen – Die Wertsteigerer

PE-Investoren erwerben Unternehmen mit dem klaren Ziel, diese innerhalb von vier bis zehn Jahren weiterzuentwickeln und den Wert zu steigern, um sie anschließend gewinnbringend zu veräußern.

  • Ziele: Hoher Return on Investment (ROI), oft durch „Buy & Build“-Strategien, operative Verbesserungen und strategische Neuausrichtung.

  • Was sie suchen: Unternehmen mit stabilem Cashflow, starker Marktposition und klarem Wachstumspotenzial.

3. Family Offices – Die langfristigen Partner

Family Offices verwalten das Vermögen wohlhabender Familien und suchen nach stabilen, langfristigen Anlagemöglichkeiten. Sie agieren oft diskreter als andere Investoren.

  • Ziele: Langfristiger Vermögenserhalt und -aufbau über Generationen hinweg. Sie bieten dem Management oft große unternehmerische Freiheit.

  • Was sie suchen: Etablierte, profitable Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen und einem kompetenten Management-Team, das oft im Unternehmen verbleibt.

4. Management-Buy-out (MBO) / Management-Buy-in (MBI) – Die Unternehmerlösungen

Bei einem MBO übernimmt das bestehende Management das Unternehmen, beim MBI wird es von externen Managern gekauft. Diese Lösung ist oft emotional naheliegend, da bei einem MBO die Nachfolger das Unternehmen bereits kennen.

  • Ziele: Fortführung des Unternehmens im Sinne des Gründers, unternehmerische Selbstverwirklichung.

  • Herausforderung: Die größte Hürde ist oft die Finanzierung des Kaufpreises, da das Management nicht immer über das notwendige Eigenkapital verfügt.

 

Fünf Tipps für eine erfolgreiche Nachfolgeregelung

Der Verkauf eines mittelständischen Unternehmens ist ein Marathon, kein Sprint. Eine sorgfältige Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg.

1. Frühzeitig starten: Beginnen Sie mindestens drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Verkauf mit der Vorbereitung.

2. Professionelle Beratung einholen: Ziehen Sie erfahrene M&A-Berater, Anwälte und Steuerberater hinzu. Ein professionell geführter Prozess maximiert den Wert und minimiert die Risiken.

3. Realistische Bewertung erstellen: Eine fundierte Unternehmensbewertung ist die Grundlage für erfolgreiche Verhandlungen.

4. Prozess strukturieren: Ein klar definierter, strukturierter Verkaufsprozess stellt sicher, dass alle relevanten Käufer angesprochen werden und Sie die besten Konditionen erzielen.

5. Alle Optionen prüfen: Seien Sie offen für verschiedene Käufertypen. Der naheliegendste Käufer ist nicht immer der beste.

 

Fazit: Vorbereitung ist alles beim Verkauf eines mittelständischen Unternehmens

Der Verkauf eines mittelständischen Unternehmens ist eine einmalige Chance. Die aktuelle Marktdynamik bietet hervorragende Möglichkeiten, aber die Komplexität erfordert eine strategische und professionelle Herangehensweise. Nur wer die Motive der Kaufinteressenten versteht und sein Unternehmen optimal vorbereitet, kann am Ende den passenden Nachfolger finden und sein Lebenswerk in eine sichere Zukunft führen.

– Eulenhof Consulting –

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